ENTSTEHUNG
Seit der Gründung der Firma haben alle Familienmitglieder Edelsteine gesammelt. Im Jahr 1967 wurde schließlich die Edelsteinausstellung Schütt mit einem großen Festakt eröffnet. Es erwartet Sie eine besondere Ausstellung mit einer eindrucksvollen Präsentation von Edelsteinen und Mineralien. Faszinierende Riesenkristalle aus der ganzen Welt schaffen eine ganz besondere Atmosphäre.

Am 18. März 1967 eröffnete die Edelsteinschleiferei Robert Schütt Witwe ihre eigene Ausstellung im neuen Firmengebäude an der Goldschmiedeschulstraße 6, nicht weit vom jungen Schmuckmuseum. Schnell wurde die Ausstellung zu einem Anziehungspunkt für Touristen aus der ganzen Welt.

„Ein Kleinod in unserer Stadt“ nannte der damalige Oberbürgermeister Dr. Willi Weigelt die Ausstellung bei der Eröffnung. In 115 Schaukästen wurden fast alle Edelsteinarten der Welt vom Rohstein bis zum fertigen Schmuckstück präsentiert, womit die Goldstadt Pforzheim um eine Attraktion reicher wurde. Rund 30.000 Besucher bewunderten jährlich die Sammlung.

Noch heute beeindruckt das Entrée mit der riesigen Weltkarte aus echten Farbsteinen, einer 6.4 m hohen beleuchteten Säule, besetzt mit feinen Glitzersteinen, mit mächtigen Amethystdrusen und Bergkristallen aus Brasilien. Die Türgriffe am Eingang haben die Form eines Brillanten und bestehen aus Messing und Aventurin. Sie wurden in der Schleiferei und in der mechanischen Werkstatt der Firma Schütt gefertigt. Das Grundmodell schuf der Goldschmiedemeister Willi Knecht, der über 60 Jahre dem Unternehmen angehörte.

Ebenso versteckt sich unter den facettierten Edelsteinen ein “kleiner” Schatz, wie zum Beispiel ein Aquamarin mit über 100 Carat in höchster Qualität. Auf einer Geschäftsreise konnte 1969 Seniorchef Alfred Schütt einen 302 Gramm schweren Amethyst erwerben, der wahrscheinlich größte facettierte Amethyst Europas in der Größe einer Kinderhand. In einer Fachzeitung fiel der Satz: “Alles in allem ein atemberaubender Reichtum der Schöpfung.”

Seit dem Jahr 2015 wird die Edelsteinausstellung stetig modernisiert. Eine neue und frische visuelle Sprache prägen heute Gestaltung und Dekoration.

„Tradition bewahren und sich für das Neue öffnen.“

Sonderausstellungen
2018
• vom Rohstein zum Schmuckobjekt
• unikate | das berufskolleg für design, schmuck und gerät

2017
• Offene Ateliers: Hans Bauer und Yasutaka Okamura
• unikate | schmuck pforzheimer gestalter
• Zeitgenössischer Schmuck aus Pforzheim

2012
• Das Bernsteinzimmer in Miniatur / 120-jähriges Firmenjubiläum

2007
• Das Bernsteinzimmer in Miniatur

2005
• Faszination Opal

1998
• Schmuck- und Modenschau

1998
• Die Goldschmiedewerkstätte / Einführung in das Handwerk des Goldschmiedens

1997
• Muschelgemmen

1997
• Amethystdrusen aus Brasilien

1992
• Korallen – das rote Gold der Tiefsee

1987
• Tierfiguren aus Edelsteinen und Mineralien

1974
• Diamanten und Farbsteine
• Mono-Kristalle

1964
• Die Welt der Kristalle / Goldschmiedehaus Hanau